Hintergrund

Die Gestaltpsychotherapie zeichnet sich durch eine Grundhaltung aus, die den Menschen in einer ständigen Wechselbeziehung zu seinem Organismus und seiner Umwelt als unzertrennliche Einheit sieht. In dieser Einheit stehen das Wahrnehmen und Denken (Kognition), Fühlen (Emotion) und Handeln (Körpermotorik) in gegenseitiger, sich bedingender Verbindung. Die Gestalttherapie geht, wie auch die Gesprächstherapie, von der Eigenverantwortung des Menschen aus.

Die Palette der Behandlungstechnik ist umfangreich und richtet sich konkret nach Anzeichen und Symptomen. So spielen Rückmeldungen eine große Rolle, durch die auf nicht bewusste körperliche oder sprachliche Reaktionen aufmerksam gemacht wird. Je nach Möglichkeiten werden auch Techniken des Perspektivenwechsels, Rollentauschs und verschiedene Kreativansätze angewendet.

Wirkmechanismen

Geeignete Anstöße und Übungen zielen auf die eigene Wahrnehmung sowie den Zugang zu sich selbst, der oftmals – aus verschiedenen (mitunter guten) Gründen – verloren gegangen ist. So können unbewusste Muster erkannt, bewertet und neue Erlebensformen geschaffen werden. Schrittweise wird Klarheit über tatsächlich gegenwärtige wichtige und unwichtige Bedürfnisse ermöglicht. Die verbesserte eigene Wahrnehmung eröffnet einen echten Zugang zum Selbst. Damit lassen sich Handlungsalternativen entdecken und bisherige Verhaltensweisen ändern. Langfristig ist ein ausbalancierter Zustand erreichbar.