Hintergrund

Nach dem Verlust eines nahen Menschen ist der Boden einfach wie weggezogen. Die bisherige Ordnung scheint außer Kraft gesetzt. Manchen Menschen geht es so, als hätten sie keine Zukunft mehr, als wären sämtliche Perspektiven mit dem anderen gestorben. Daher ist es zunächst besonders wichtig, wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren. Durch sanfte neue Impulse der Trauerbegleitung wird die Stabilisierung gefördert. Schrittweise können neue Wege gefunden werden.

Es besteht Hoffnung, auch wenn in der augenblicklichen Situation kein Lichtblick am Horizont zu sehen ist. Trauerbegleitung ist in schwierigen Zeiten eine einfühlsame Unterstützung. Sie hilft gerade dann, wenn niemand da ist, der zuhört, versteht, mitfühlt und mitdenkt.

Zielgruppen

Trauerbegleitung ist unabhängig vom Alter des Trauernden. Der Tod eines Menschen kann bei Angehörigen Schmerz und die Sehnsucht nach Verbesserung auslösen und entsteht in jeder Lebensphase. Die Hilfe ist geeignet für Menschen mit Verlust

  • des Ehe- oder Lebenspartners
  • eines Elternteils
  • eines Kindes
  • eines nahen, geliebten Menschen

auch dann, wenn der Tod vielleicht schon lange zurückliegt.

Ablauf

Das Ziel der Begleitung legt immer der Trauernde selbst fest. Es gibt kein „ Muss“ , keinen Zwang oder Zeitdruck. Ein sinnvoller fester Baustein ist das gegenseitige Kennenlernen in einem ersten Gespräch. Trauernde und manchmal auch Angehörige sowie Begleiter lernen sich kennen. Es ist Raum da, über die aktuelle Situation zu sprechen. Hieraus ergeben sich erfahrungsgemäß schon erste Hinweise zum weiteren Vorgehen.

Regelmäßige Begleitungsgespräche helfen, im eigenen Tempo die jeweilige Situation anzunehmen. Denn Trauer darf sein. Es ist gut, sie zu begreifen und mit ihr umzugehen. Oft sind schon Zuhören, Dasein und Verstehen eine große Hilfe und Erleichterung. Weitere große Bedeutung stellen Überlegungen zur Gestaltung der Zukunft dar. Denn Stabilität und Lebensfreude sind irgendwann wieder möglich.