Seminar & Workshop

28.11.2020

Brücken ins Andersland

Demenzbegleitung: Wie gute Kommunikation gelingen kann

Unsicherheiten und Berührungsängsten begegnen

Menschen mit Demenz. Sie leben mitten unter uns und gehören zu unserer Gemeinschaft. Gleichwohl bestehen bei vielen Unsicherheiten und Berührungsängste, wie diesen Menschen „richtig“ zu begegnen ist. Menschen mit Demenz suchen Begegnung und Beziehung, gehen einkaufen, holen Geld bei der Bank oder rufen ggf. die Polizei, weil sie ihre Geldbörse nicht finden und sicher sind, dass sie ihnen gestohlen wurde. Gerade das alltägliche Umfeld, die Familie, die Freunde und die Nachbarn, die Kassiererinnen im Supermarkt, die Mitarbeiter des Rathauses, die Angestellten in der Bankfiliale, Kollegen im Sportverein und Gemeindemitglieder der Kirchen, der Polizist und Feuerwehrleute sind wichtige Adressaten, denen auffallen kann, dass jemand sich über die Zeit verändert. Hilfe ist dann erforderlich.

Zielgruppe

Angehörige und Hilfeleistende von Demenzkranken, z. B. Ehe-/Lebenspartner, Kinder, Enkelkinder, Freunde und Bekannte. Zudem Menschen, die Demenz im privaten Umfeld erleben oder sich aus beruflichen Gründen damit auseinandersetzen möchten.

Der eintägige Kurs vermittelt in vier grundlegenden Bausteinen die Begleitung von Menschen mit Demenz.

  • Baustein 1: Informationen über die Krankheit Demenz | Ziel ist es zu lernen, was eine Demenz ist, welche Krankheitssymptome auf eine Demenz hindeuten können und welche Auswirkungen diese auf die Erkrankten und Begleiter haben (könnten)
  • Baustein 2: Das Erleben von Menschen mit Demenz und Wünsche Demenzkranker | „Wir wollen Empathie statt Mitleid“, „Wir wollen als Betroffene für uns selbst sprechen, uns Gehör verschaffen, unsere Kompetenzen einbringen“ – Ziel ist Lebensqualität durch emotional Wohlbefinden und Wahrung der zwischenmenschlichen Bildungen und die soziale Teilhabe.
  • Baustein 3: Kommunikation und Umgang mit Menschen mit Demenz | Hier werden Fallbeispiele aus dem Erleben der Teilnehmer vorgestellt und bearbeitet. Die Teilnehmer erwerben Wissen zum Umgang und zur Kommunikation mit Demenzkranken. Hilfreiche praktische Verhaltensweisen werden aufgezeigt, um auch in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben.
  • Baustein 4: Weitere Möglichkeiten zum Helfen und Begleiten, Selbstsorge und Fremdsorge | Impulsvorträge und achtsame Gruppendialoge unterstützen bei der Entdeckungsreise in eine vielleicht fremde Welt, in die es möglich ist, Brücken zu bauen.

Organisatorisches

Ablauf: 28.11.2020, 10.00 – 18.00Uhr
Seminarleitung: Stephan Hoffmann, Alt-Katholischer Senioren- und Demenzseelsorger und geistlicher Begleiter, Systemischer Berater, Fachreferent Demenz, Begleiter insbesondere in Sterbe-, Trauer- und Krisenprozessen, Fortbildungs-, Schulungs- und Vortragsleiter
Veranstaltungsort: Triada Institut
Kursgebühr: 135 Euro
Teilnehmerzahl: mind. 6 Personen – max. 12 Personen

Kurs-Programm als PDF zum Herunterladen:   PDF: Triada_Institut_FP2027_2020_11_18_Demenz-Begleitung_Brücken_ins_Andersland_VO1.pdf